Heute reisen wir von Levanto aus mit dem Zug durchs Cinque Terre. Mit unseren Mountainbikes rollen wir vom Campingplatz aus runter zum Bahnhof und schliessen sie dort an.
Hoffnungsvoll steigen wir in den halbleeren Zug. Die Tageskarte für die Region haben wir gestern noch im Internet gekauft.
Wir fahren direkt durch mit dem Zug zum letzten der 5 schönen Orte: Riomaggiore
Als wir dort ankommen sind wir von den Menschenmassen total geflasht. Anscheinend sind (gefühlt) mehrere Kreuzfahrtschiffe mit amerikanischen Rentnern zur selben Zeit hier unterwegs. Gefühlt zumindest senken wir beide das Durchschnittsalter relevant.
Wir drängeln uns mit den Menschenmassen durch den Ort und nehmen einen höhergelegenen Weg an der Küste entlang, der uns schöne Ausblicke beschert.
Dann kehren wir zum Bahnhof zurück, weil dort der Via d‘Amore beginnt. Ein Spazierweg ebenerdig an der Küste entlang zurück zum zweiten Ort. Der Weg war lange gesperrt, ist jetzt komplett renoviert. Breit, kinderwagengängig, teilweise in Tunneln, mit 400 Personen pro Stunde kontingentiert. Und mit dieser Menge an Menschen vollkommen unromantisch. TOTAL ÜBERBEWERTET!
Wir drängeln uns an den Rentnergruppen vorbei und hoffen, dass dieses Erlebnis bald vorbei ist.
Im nächsten Ort setzen wir uns erst einmal in ein Cafe und gönnen uns eine Cola und einen Espresso Doppio.
Anschliessend spazieren wir einen Weg, der sich an der Küste entlang nach oben schlängelt. Schon nach wenigen Metern werden es immer weniger Menschen. An schönen Aussichtspunkten genissen wir die Blicke auf die schöne Küste. Der Weg führt über steile Treppe immer weiter nach oben und bald können die den lokalen Friedhof, der auf einem Felsvorsprung liegt, von oben sehen.
Wir sind bald mit einem italienischen Paar alleine in den lokalen Gärten und Weinbergen und der Weg führt uns oberhalb des Ortes zurück. Im Ort angekommen entscheiden wir uns – dank einiger Überredungskunst von Michael – für ein schönes Lokal, wo wir ganz hinten einen halbwegs schattigen Platz im Garten auswählen. Dort stärken wir uns an Melone mit Schinken, Bruchetta, Ravioli und zwei Kübeln Bier, welches wir mit Zitronensprudel aufpeppen. Zisch! LECKER!
Dann schländern wir zurück zum Bahnhof und steigen in den nächsten Zug.
Der nächste Halt ist FIXME. Dieser kleine Ort hat keinen Zugang zum Meer und liegt hoch über dem Bahnhof. In Anbetracht der Temperaturen und unserer Kraft entscheiden wir uns nach dem Aussteigen auf dem Bahnsteig direkt wieder einzusteigen und diesen Ort getrost zu überspringen.
