Mit unserem schweizer PKW-Führerschein der Klasse C dürfen wir Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3.5 Tonnen fahren. Diese Regel gilt auch in GesamtEuropa.
Nun wiegt unser Pössl Roadcruiser XL schon in der Basisausstattung knapp über 3 Tonnen. Die maximal erlaubte Zuladung ist daher nur etwas über 400 kg. Nicht viel, wenn man Elektrovelos, Lebensmittel und weitere Reiseutensilien mitnehmen möchte.
Mit dem Heavy-Chassis, welches wir gewählt haben (eine wirkliche Auswahl war es nicht, der Händler ordert nur Fahrzeuge mit Heavy-Chassis), besteht theoretisch die Möglichkeit einer Auflastung. D.h. mit einer Eintragung im Fahrzeugschein nach erfolgter Analyse im Strassenverkehrsamt lässt sich das Fahrzeug mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 4.2 Tonnen (check) zulassen. Das nennt man dann „Auflasten“. Technisch ist das kein Problem, alles notwendigen Sicherheitskriterien sind erfüllt.
Aber zum Führen eines Fahrzeuges mit mehr als 3.5 Tonnen benötigen wir einen neuen Führerschein. Und die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist eingeschränkt auf 100 km/h.
Beides könnten wir, möchten wir aber nicht. Wir versuchen es mit einem Kastenwagen mit einem maximalen Gesamtgewicht von 3.5 Tonnen, brauchen keine LWK-Führerschein und können auf der Autobahn auch mal Reisegeschwindigkeiten erreichen. Damit dürfen wir dann auch schnelle LKWs überholen, falls das mal sein muss.
Auflasten kann man auch später noch, falls wir merken, dass wir mit unserem maximal zulässigen Gesamtgewicht nicht mehr auskommen.
