Durch das Beschäftigen mit Wohnmobilien und Camping lernt man schnell viele neue Begriffe und schon fast eine neue Sprache.
Der erste Hinweis kam von Dani: Du brauchst einen Längsschläfer! Wieso? Bei einer Fahrzeugbreite von 2,03 m die ein Kastenwagen in der Regel hat, ist der Einbau von quer zur Fahrtrichtung liegenden Betten in der Länge deutlich begrenzt. Und aus den Seitenwänden herausstehende Fenster oder Vorbauten, welche die Liegefläche erweitern, aber auch im Fahrtwind stehen, wollten wir nicht. Also kommen Querschläfer nicht in Frage.
Der nächste Hinweis von Dani: Wo gehst Du hin, wenn Du Nachts mal wach wirst und musst.
Oh, das kommt häufiger mal vor —> wir brauchen also doch besser eine Toilette im WoMo.
Dieser Hinweis führt uns zu den 540-ern, 600-ern und 640-er Baugrössen. Das sind die Längenabstufungen der marktüblichen Kastenwagen. Und ein Längsschläfer mit Bad und Dinette hat dann schnell mal eine Länge von mehr als 6 Metern. Wenn es lange Längsbetten benötigt sind es dann 6.36m.
Die Kastenwagenhersteller teilen ihre Modelle ein in L1 bis L4 und H1 bis H3. Unser Pössl Roadcruiser XL ist ein L3H3. Nicht das längste Fahrzeug im Markt, aber das höchste.
Mit diesen Erkenntnissen wurde in den letzten Wochen jedes Wohnmobil auf Kastenbasis „fachmännisch“ eingestuft: „Oh da kommt ein Kastenwagen, aber das ist nur ein Querschläfer.
In den Verkaufsinformationen der Wohnmobile stösst man dann schnell auf den Begriff „Dinette“. O.K. das scheint die Sitzecke zu sein. Dort dinniert man dann ja wohl. Aber kann man das auch fürs Frühstück nutzen, oder frühstückt man immer draussen? Eine nicht ernst gemeinte Frage.
